Amazon hat die Richtlinien zu seinem Partnerprogramm geändert. “Doch was bedeutet das in der Praxis?“, wollte Chris Dippold wissen, und hat einige Expertenmeinungen eingeholt. Hier sind seine Fragen und die Antworten unseres Verlagsleiters Reto Stuber:

“Was halten Sie von der neuen Änderung?

Für unser Buch-Publishing-Business ist die Änderung klar von Vorteil. Neu zahlt Amazon für eBooks und Kindle eReader 10% – bisher waren es zwischen 5-9%. Da ein Grossteil unserer verkauften Bücher eBooks sind, profitieren wir von der Anpassung. Wer aber Handys, Computer oder Unterhaltungselektronik-Produkte bewirbt, hat sichtlich weniger Freude an der Änderung, da diese Provisionen sinken.

Lohnt es sich überhaupt noch, Nischenseiten aufzubauen, die mit Amazon Produkten verlinkt werden? 

Nischenseiten ist eines von vielen Geschäftsmodellen im Online Marketing. Es wird sich immer lohnen, wenn man als Experte für ein Thema positioniert ist. Je nach Nische muss man entscheiden, ob eine Monetarisierung über Amazon Sinn macht oder was die besten Alternativen sind. Und auch wenn jemand ein Produkt mit einer tiefen Provision bei Amazon kauft, kann man aufgrund des gesetzen Cookies ja auch noch von anderen Käufen dieser Person profitieren.

Ist es an der Zeit, sich nach anderen Partnerprogrammen umzusehen?

Diversifizieren macht strategisch in den meisten Fällen Sinn, nebst Amazon gibt es genügend Alternativen. Ich bin ein großer Fan von Partnerprogrammen mit wiederkehrenden Provisionen – was gibt es besseres, als einmal einen Kunden zu akquirieren, und dann laufend an dessen Umsatz beteiligt zu sein?

Nebst der Höhe der Provisionsrate des Amazon-Partnerprograms gibt es weitere Ansätze, wie man den Umsatz der eigenen Seite maximieren kann.

Beispiele dafür sind:

  • E-Mail-Listenaufbau
  • Autoresponder E-Mail Sequenz mit Infos und Angeboten
  • Splittests auf der eigenen Seite mit verschiedenen Amazon-Produkten, Designs etc.
  • Retargeting Werbung
  • Eigene Produkte anbieten / Verkaufstrichter aufbauen

Es gibt genügend Möglichkeiten, eine Webseite profitabel zu machen – aber es ist einfacher, über Amazon zu klagen, als aktiv den eigenen Auftritt zu optimieren.

Nebst Amazon-Angeboten sollte man weitere Partnerprogramme identizifieren, die für die Zielgruppe passen. Und: nicht immer dem nächsten Euro nachrennen, sondern den Fokus darauf legen, eigene Assets aufzubauen (bspw. E-Mail-Adressen, Kundenlisten, Social Media Followers, Webseiten mit guten Rankings, …), die das eigene Business nachhaltig stützen.

Es ist wie beim Aktienportfolio, der gesunde Mix machts.”

Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen.