Wie werden die Manuskripte geprüft?

Vielen Dank, dass Sie ein Exposé oder Manuskript zur Prüfung eingesandt haben! Häufig erhalten wir Nachrichten von Autoren, die fragen, wie es nun nach der Einsendung weitergeht oder aber, warum ihr Exposé/Manuskript abgelehnt wurde. Gerne beantworten wir hier diese Fragen:

 

Was passiert nach dem Einreichen meines Werkes?

Ihr Exposé oder Manuskript wird sofort an unser Lektoratsteam weitergeleitet und Sie erhalten eine Bestätigungs-Mail an die angegebene E-Mail-Adresse. Nun beginnt die Arbeit für uns im Hintergrund. Ein/e Lektor/in übernimmt Ihre Einreichung und prüft das Exposé/Manuskript eingehend und schaut sich Ihre Bewerbung an.

Dabei stellen wir uns mehrere Fragen:

  • Passt das Werk generell in unser Verlagsprogramm?
  • Ist es spannend, dramatisch, lesenswert, interessant?
  • Bietet es eine interessante Handlung/Thematik?
  • Passt der Stil in unser Portfolio?
  • Gibt es eine Zielgruppe für dieses Buch?
  • Kurzum: Wollen wir dieses Buch bei uns veröffentlichen?

Wenn der/die Lektor/in all diese Frage mit einem klaren „JA!“ beantwortet, fordert er/sie bei Ihnen das Gesamtmanuskript an bzw. meldet sich bei Ihnen mit dem weiteren Vorgehen.

Bitte beachten Sie, dass die Prüfung aufgrund der Vielzahl an Einsendungen, die wir laufend erhalten, einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Bleiben Sie geduldig – in jedem Fall erhalten Sie von uns eine Rückmeldung!

 

Nach welchen Kriterien wird ein Exposé/Manuskript geprüft?

Wie bereits angedeutet prüfen wir jede Einreichung eingehend und achten dabei auf folgende Kriterien:

  1. Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, Satzbau: Vieles fällt unseren Lektor/innen direkt beim Lesen auf, aber zusätzlich erfolgen noch Stichproben mit jeweils 100 Wörtern an verschiedenen Stellen des Textes. Anhand der gezählten Fehler ermitteln wir sozusagen eine durchschnittliche Fehlerquote. Liegt diese Quote über 15% (eine recht großzügige Bemessung), ist das ein erstes Anzeichen dafür, dass der Korrekturaufwand überdurchschnittlich hoch ist.
  2. Stil: Übermäßig viele Wiederholungen von einzelnen Begriffen oder auch Wendungen, ständige „Satzmonster“ oder auch Drei-Wort-Sätze, Wortschatz, Sprachgebrauch, durchgehend Umgangs- oder Fäkalsprache – all dies schauen wir uns unter der Kategorie „Stil“ an. Die Gewichtung dieses Punktes ist je nach Thematik unterschiedlich.
  3. Verständlichkeit: Transportiert der Text den Inhalt so, dass die Botschaft ankommt? Ist der Text zu kompliziert geschrieben, bleibt der Leser an Verständnisfragen hängen oder am Ende gar frustriert zurück? Wie verständlich kann die Handlung nachvollzogen werden?
  4. Schlüssigkeit: Logikfehler, Spannungsbogen, Authentizität der Protagonisten, Nachvollziehbarkeit der Handlung, gibt es „Sprünge“, denen der Leser nicht folgen kann? Werden alle aufgeworfenen Fragen schlüssig und folgerichtig beantwortet? Sind die Personen so gezeichnet, dass man sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit ihnen identifizieren kann?
  5. Inhalt/ Thematik: Hier kommen die Punkte zum Tragen, die bereits angedeutet wurden: Ist die Geschichte zum Beispiel „jugendfrei“ oder ggf. in anderer Hinsicht rechtlich unbedenklich? Gibt es einen Markt dafür und wie frequentiert ist er? Hier geht es dann z. T. auch schon um die Frage nach dem passenden Label, der Marketingstrategie, dem Cover usw.

Über all diese Punkte hinaus spielen durchaus auch noch andere Faktoren eine Rolle, und dass Manuskripte aus unterschiedlichen Gründen nicht in unser Verlagsprogramm passen. In diesem Fall erhalten Sie von uns eine Absage. Bitte haben Sie in diesem Falle Verständnis dafür, dass wir Ihnen nicht im Einzelfall erläutern können, worin diese Gründe liegen.

Autor/innen, die bereits bei uns unter Vertrag sind, erhalten auf Wunsch eine kurze Begründung mit Punkten, die einer Veröffentlichung aus unserer Sicht im Wege stehen. Hier besteht unter Umständen die Möglichkeit der Nachbesserung und Neueinreichung.