Steckbrief des Autors 

Ipke Wachsmuth, geboren 1950, war 25 Jahre Professor für Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld. Aufgewachsen in Rinteln an der Weser, hat dann Physik, Mathematik und Informatik in Hannover studiert und nach der Promotion als Forscher unter anderem in den USA und bei IBM Deutschland gearbeitet. Mit seiner Frau hat er drei erwachsene Kinder und lebt jetzt in Bielefeld und auf Norderney. Außer Büchern liebt er Musik, spielt selbst Gitarre und Blues-Harmonika.

Bisher erschienene Bücher

„Menschen, Tiere und Max: Natürliche Kommunikation und künstliche Intelligenz“ (2012)

Die Absurdität des SpargedankensRatgeber Verlag

Kaffeeklatsch oder Kreuzverhör

Woher nehmen Sie Ihre Motivation zum Schreiben? Was treibt Sie an?

In meinem Beruf habe ich viel Fachliches publiziert. Aber ich wollte immer gern auch mal etwas für ein breites Publikum schreiben, das treibt mich an. „Menschen, Tiere und Max“ war mein erstes populärwissenschaftliches Buch. Mich fasziniert Kommunikation, beim Menschen, bei Tieren, in der Technik. Das hat mich motiviert, darüber zu schreiben. Da geht es um die Details von Sprache, Gestik und Mimik. „Max“ ist ein Kunstmensch in der virtuellen Realität, mit dem erklärt wird, wie sich solche natürlichen Kommunikationsfähigkeiten technisch nachahmen lassen.

Wie entstehen die Ideen zu Ihren Büchern?

Beim Max-Buch wollte ich vor allem weitergeben, was in unseren Forschungslaboren über Künstliche Intelligenz und Roboter unterwegs ist. Vieles davon ist im Alltag kaum bekannt, wird aber unsere Lebenswelt immer mehr verändern. Neuerungen erzeugen oft Ängste – die wollte ich mit verständlicher Information abbauen helfen.
Die Idee für mein neues Buch verdanke ich einem Zufall. Beim Bier habe ich ein paar von meinen vielen Geschichten erzählt, wo es mit dem Sparen übertrieben wird, und im Spaß gesagt, ich müsste wohl mal ein Buch über die Absurdität des Spargedankens schreiben. Da meinte meine Platznachbarin: „Würde ich mir sofort kaufen, allein schon wegen des Titels.“ Dann habe ich das Buch tatsächlich geschrieben!

Gibt es Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen Ihren bereits erschienenen und folgenden Büchern?

Gemeinsam ist, dass ich versucht habe, beide Bücher durch viele Episoden lebendig zu machen. Mein erstes Sachbuch begeistert Leser, die sich für Kommunikation interessieren. Das neue Buch ist wirklich für ein großes Publikum geschrieben, denn sparen wollen wir doch alle. Noch ein Unterschied: Das neue Buch habe ich viel schneller geschrieben als das vorige.

In welchem ​​Genre sind Sie zu Hause?

Meinen Sie das jetzt als Leser oder als Autor? In allem, was mit Technik zu tun hat – als Leser vor allem auch mit Science Fiction: Da wird ausgemalt, wie eine Zukunft mit neuen technischen Möglichkeiten aussehen könnte, und man kann sich überlegen, ob man das für wünschenswert hält. Als Autor eigentlich auch in allem, was mit Technik zu tun hat, bis hin zu philosophischen Fragen.

Wann können Sie am besten schreiben?

Am späten Abend, wenn niemand mich stört, bis tief in die Nacht. Da habe ich auch schon mal die Morgenzeitung entgegengenommen und mit dem Zeitungsmann geplaudert.

Warum sollten die Leser ausgerechnet Ihr Buch lesen?

Sparen wollen alle. Aber ist sich jeder bewusst, was für einen Quatsch wir manchmal machen, wenn wir besonders sparsam sein wollen? Das kostet oft an anderer Stelle. Kennen Sie auch Leute, die in den Nachbarort fahren, weil es da etwas um ein paar Cent billiger gibt? Je weiter der Weg, desto weniger lohnt sich das, aber Fahrtkosten und den Zeitaufwand vergisst man mal eben. Ich kenne kein ähnliches Buch, das das Sparen von Energie und anderen Dingen als zuweilen widersprüchlich analysiert. Bei meinem Buch lernt der Leser, wie man bewusster handeln kann und sich beim Sparen nicht verkrampft. Immer wieder höre ich: „Das muss ich meinem Partner schenken, der ist so ein Pfennigfuchser“. Ich glaube, das Buch ist auch sehr amüsant zu lesen, jedenfalls sagen das meine Probeleser.

Was sind Ihre Lieblingsbücher? Was mögen Sie absolut gar nicht?

Lieblingsbücher sind gut recherchierte Science Thriller, wie die von Michael Crighton oder Karl Olsberg. Aber auch der Tatsachenbericht „Schwarze Magnolie“ von Hyeonseo Lee über ihre Flucht aus Nordkorea hat mich mitgerissen.
Ich mag Bücher, die mich absorbieren – bei denen ich nach einer Unterbrechung sofort wieder drin bin. Oft lese ich einen Roman und ein Sachbuch parallel, zum Beispiel zuletzt den Thriller „Das Mona-Lisa-Virus“ von Tibor Rode und ein Sachbuch, wo es um Leonardo da Vinci geht. Das passte gut zusammen. Mein Lieblingssachbuch dieses Jahr ist „Mein Hirn hat seinen eigenen Kopf“ von Dong-Seon Chang. Das habe ich in drei Tagen verschlungen und eine Menge gelernt.
Was ich überhaupt nicht mag, sind langatmige Bücher oder Bücher, bei denen die Protagonisten so blass bleiben, dass ich sie mir nicht merken kann.

Mit welchem ​​Ihrer Protagonisten würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken gehen?

Mit Max aus meinem Buch „Menschen, Tiere und Max“. Aber das geht nicht so recht, weil Max nur in der virtuellen Realität existiert und keinen Kaffee trinken kann. Doch man kann prima mit ihm plaudern.

Was war Ihr lustigster Fehler in Ihren Büchern?

Der kommt vielleicht noch.

Ihr Lieblingsspruch / Motto / Lebensweisheit

„Wir fahren doch kein Ski!“ So heißt mein erstes Kapitel im neuen Buch. Das heißt, ich spare viel Geld für den teuren Skiurlaub und kann mir deshalb woanders etwas leisten. Zum Beispiel einen besonderen Whisky. Und für Skifahrer gibt es im letzten Kapitel auch alternative Ratschläge.

Ihre Chance! Was wollten Sie dem Leser schon immer mal mitteilen?

Anstatt alles mitzumachen, was vermeintlich spart, sollten gesunder Menschenverstand und Selberdenken unser Handeln leiten!

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